Biografie

Meine Reise zum Malen

Meine Verbindung zur Malerei begann bereits in meiner frühen Kindheit.

Meine Großmutter las mir Märchen von Hans Christian Andersen vor. Ich erhielt farbige Kreiden und ein Zeichenblock, und dann konnte ich meine eigenen Bilder nach diesen Geschichten gestalten. Schon damals entstand in mir eine besondere Verbindung zwischen Geschichten, Farben und Fantasie.

Als Teenager begann ich mit dem Malen von Porträts. Später entstanden viele Bilder für Freunde, die heirateten. Es war etwas Besonderes, ihnen im Hochzeitsgeschenk ein „echtes” Gemälde im Stil von Van Gogh oder Monet zu schenken.

Während meiner pharmazeutischen Ausbildung arbeitete ich in Polen in den Ateliers der Künstler Hermann Grosz (Groscha) und Stefan Pawel Lisowski. Diese Zeit hatte einen entscheidenden Einfluss auf meine weitere künstlerische Laufbahn.

Eine der wichtigsten Lektionen aus jener Zeit begleitet mich bis heute: Ich male ohne die Verwendung rein schwarzer Farbe aus dem Kanister. In der damaligen künstlerischen Szene lernte ich die traditionelle Herangehensweise zur Farbtheorie kennen, nach der Schatten, Dunkelheit und Tiefe nicht durch die Verwendung einer toten, reinen Schwarz entstehen müssen, sondern durch die Zusammenarbeit von Farben aufgebaut werden können. Diese Erfahrung prägte nachhaltig meine Malweise.

Bis heute erzeuge ich in meinen Ölgemälden tiefe Schatten durch Kontraste, die ergänzen – unter anderem durch die Verwendung von Ultramarin, Indigo, Violett und warmen Tonen der Erde. Dank dieser Mittel behalten auch dunkle Bereiche der Bilder ihre Tiefe und Lebendigkeit. Sie ermöglichen es, Licht und Farben nebeneinander zu existieren, anstatt sie zu überfordern.